unterricht06.jpg

Turm der Befreiung


05.05.2014

Der Profilkurs Kunst des 12. Jg. (SJ 13/14) hat in seinem 3. Semester zum Thema "Denkmal - Skulptur und Plastik im öffentlichen Raum" in vielen zusätzlichen Nachmittagsstunden eine Freiplastik geschaffen, die jetzt vor dem GBG-Haupteingang zu sehen ist.

Sie trägt den Titel "Turm der Befreiung" und geht in ihrer Ausgangsproblematik von Georg Büchners "Woyzeck" aus.

Im Rahmen des 200. Geburtstages des Namensgebers unserer Schule hat sich der Kurs mit der Problematik des Anti-Helden Woyzeck beschäftigt, der in verschiedener Hinsicht ein "Gefangener" ist, in erster Linie durch gesellschaftliche und soziale, hierarchisch "legitimierte" Abhängigkeits- und Machtstrukturen, aber auch durch psychische Zwänge.

Auch wir kennen heute noch verschiedene Formen des "Gefangen-Seins", die durch biografische, soziale, materielle oder kulturelle/religiöse Umstände oder durch physische Zustände oder auch psychische Faktoren, wie Ängste, Triebe, Gefühle, bedingt sind. Dagegen steht der "Traum" von der Überwindung all dieser den Menschen in seiner individuellen Entfaltungsmöglichkeit behindernden Umstände und der Befreiung aus den einengenden Zuständen hin zu einem Freisein.

Dieser gedankliche Hintergrund ist der Ausgangspunkt für die große Freiplastik: Unten am Sockel sind die Figuren noch gefangen und isoliert in ihren "Kästen" und verhalten in ihrer Körpersprache, um sich dann mit zunehmender Höhe zu befreien, miteinander zu agieren und ihre "Gefängnisse" zu verlassen und sich "ihres Lebens zu freuen".

Die Figuren bestehen aus hoch gebranntem, gesintertem Ton, die Kästen aus blankem Stahl. Die Schweißarbeiten haben die Schüler/innen an vier Tagen unter fachkundiger Anleitung durch Herrn Plorin von der Kunstschule NoaNoa aus Barsinghausen durchgeführt.

A.Wick-Proske, Kursleiterin


GBG-Freiplastik



Weitere News zum Thema Kunst:

| Wieder vertreten!
| Turm der Befreiung
| Wie groß darf ein Reihenhaus sein?
| Je mehr Generationen...
| Letter wird netter
| Wie sehe ich mich selbst?
| Vampirtanz trifft Kunst