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Eine Woche Mardorf – viel zu kurz!


26.10.2017

In diesem Jahr waren 68 Schülerinnen und Schüler bei der Musikfreizeit dabei. Diese ging zum dritten Mal nach Mardorf.

Vertreten waren die Big Band von Herrn Scholz, das Vororchester von Herrn Ruland, der Mittelstufenchor von Frau Engel und der Oberstufenchor von Frau Gieger. Auch das Kammerorchester probte in der Woche, allerdings ohne Leitung eines Lehrers, aber dafür mit einer sehr strengen Carmen! Organisiert wurde alles von Frau Elspaß, welche den Oberstufenchor ansonsten tatkräftig unterstützte.

Alle Ensembles haben in dieser Woche an ihren Stücken für das Weihnachts- und teilweise auch schon für das Frühlingskonzert gearbeitet. Wir haben täglich zwischen fünf bis sieben Stunden geprobt, außer am Montag, da wir erst mittags angekommen sind. Wenn einem Lehrer eine Kleinigkeit während der Probe noch nicht gefiel, wurde sogar bis in die Mittagessenszeit hineingeprobt, um diese auszubessern. Hungern mussten wir trotz allem nicht, denn es gab genug Essen und es war wieder sehr lecker, auch wenn das Küchenpersonal etwas freundlicher sein könnte, aber man kann ihre Mienen auch nachvollziehen, schließlich mussten sie dreimal täglich hungrige Jungendherbergsbesucher zufriedenstellen. Das Vororchester war das erste Mal mit sieben seiner Mitglieder dabei und sie waren genauso produktiv wie alle anderen Ensembles.

Meist arbeiteten die Ensembles an ihren eigenen Stücken, aber es gab auch ein paar gruppenübergreifende Projekte. Dies kennt man schon von den beiden Chören, aber auch das Vororchester hat manchmal mitgesungen. Bei den klassischen Weihnachtsstücken unter Herrn Rulands Leitung spielten die Big Band und das Vororchester zusammen und auch Herr Scholz an der Flöte (!) sowie Frau Gieger übten mit! Für das Abschlussstück beim Adventskonzert haben wir wieder alle gemeinsam geprobt.

Neben unseren fünf Lehrern hatten wir auch viele Besucher. Frau Drell kam für einen Tag vorbei und spielte erst in der Big Band mit und leitete danach eine Stimmprobe im Oberstufenchor. Auch Frau Siesenop und ihr Baby kamen für einen Nachmittag mit Kuchen zu Besuch, was für viele: „Ist das süß!“, sorgte. Was den Besuch betraf, war die Big Band am produktivsten, denn Herr Scholz hatte zwei Dozenten eingeladen: am Mittwoch für die Posaunen und am Donnerstag für die Rhythmusgruppe. Herr Ruland stieß aufgrund einer Erkrankung erst am Mittwoch zu uns und wurde vorher von Sina Perkert vertreten. Sie hat letztes Jahr Abitur gemacht und während ihrer Schulzeit im Orchester Saxophon gespielt.

Neben den Proben haben wir unsere Freizeit gut genutzt. Viele genossen die paar freien Stunden am Mittag und Abend, um zu entspannen, mit Freunden Spiele zu spielen oder einen Spaziergang am Steinhuder Meer zu machen. So einen Spaziergang kann man nur empfehlen, denn auch das Wetter spielte die ganze Woche mit und war super. Manche übten aber sogar in den Pausen an schwierigen Stellen in Stücken oder spielten ihre Instrumente einfach nur so mitanderen. Einmal haben wir einen Filmabend gemacht, bei dem einige High School Musical 1&2 guckten. Außerdem werden nun viele Hände und Arme von Henna-Tattoos geschmückt.

Den letzte Abend bereiteten wieder die beiden Abschlussjahrgänge vor. Er stand unter dem Motto „Psycho-Spielchen“ und wir haben uns in der Woche jeden Tag getroffen, um zu planen. Wir verkleideten uns als Patienten einer psychiatrischen Anstalt und als deren Doktor. Die Lehrer bekamen psychische Störungen zugeteilt. Frau Elspaß musste zum Beispiel das Tourette-Syndrom nachahmen, was sie gut und relativ harmlos darstellte. Herr Scholz sollte eine multiple Persönlichkeitsstörung verkörpern. Er musste schon in den letzten Tagen gedacht haben, dass er verrückt wird, denn wir haben immer wieder versucht, ihm seinen Autoschlüssel oder sein Handy als Preis für den Abschlussabend wegzunehmen. Herr Scholz nahm es mit Humor, als er dann eine Schüssel Wackelpudding mit den Worten: „Fehlt ihnen vielleicht irgendetwas?“, vorgesetzt bekam. Er musste mit verbundenen Augen und ohne seine Hände zu benutzen in der Schüssel nach seinem Autoschlüssel suchen, um am Ende feststellen, dass er gar nicht darin war, weil wir seine Sachen natürlich nicht im Wackelpudding versenkt hatten.

Am Freitag fing es dann an zu regnen, weshalb uns die Abreise nicht mehr so schwer fiel. Wir waren uns aber trotzdem einig: Zwei Wochen Mardorf fänden wir nächstes Jahr besser. 

Sarah Roders



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