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102. Jugendpressekongress


Ingolstadt. Die Soldaten kontrollieren noch einmal den Sitz ihrer Rettungswesten und konzentrieren sich auf den bevorstehenden Einsatz. „Fertig zum Ablegen!“ Der Hauptmann lässt den Motor aufheulen. Die Kolonne der fünf Sturmboote nimmt Fahrt auf. Wellen durchziehen den Fluss während die Boote das Wasser durchpflügen. Ein neues Manöver der Pioniere beginnt.

Und ich mittendrin.

125 engagierte jugendliche Nachwuchsjournalisten aus ganz Deutschland trafen sich in der Pionier- und Fachschule des Heeres für Bautechnik in Ingolstadt. Als Teilnehmer des 102. Jugendpressekongresses vom 27. bis zum 29. November wurde mir, gemeinsam mit den anderen Interessierten, ein umfassender Einblick in die Tätigkeitsfelder der Pioniere der Bundeswehr ermöglicht, um später hochwertige Artikel und interessante Filme darüber zu erstellen.

Als Teil des Zeitungsteams stand meinen Mitstreitern und mir der Profijournalist David Ohrndorf vom WDR mit hilfreichen Tipps zum Verfassen einer Kurzreportage über die spezifischen Aufgaben der Pioniere zur Seite. Der vorangegangene Workshop über Recherche, Interviews und Schreibtechnik war bei der Erstellung der Beiträge für alle Teilnehmer sehr hilfreich.

Viele Interviewpartner sowie die Vorführung neuester und modernster Gerätschaften der Soldaten brachten einen großen Informationsgehalt mit sich, so dass alle „Jungjournalisten“ ihre Artikel mit viel Wissen ausstatten konnten. Diese wurden letztendlich in einer PR-Zeitung für die Bundeswehr veröffentlicht und in großer Auflage gedruckt.

Mehrmals im Jahr veranstaltet die young leaders GmbH diese Kongresse. Zusätzlich werden auch fünftägige Workshops sowie Debattierseminare durchgeführt. Die young leaders haben sich das Ziel gesetzt, junge, engagierte Menschen zwischen15 und 20 Jahren zu fördern.

Der Jugendpressekongress war für mich eine tolle Möglichkeit mich zum einen journalistisch weiterzubilden und zum anderen etwas über die vielfältigen Aufgabenbereiche der Bundeswehr zu erfahren.

„Es gibt keine Herausforderung die wir nicht annehmen“, erklärt mir der Hauptmann. Die Sturmboote sichern den Fluss, während eine Fähre Stück für Stück Brückenteile miteinander verbindet und so ein Ãœbergang geschaffen wird. Ein Soldat sagt stolz: „Die Förderung der eigenen Bewegung der Truppen ist das Hauptziel der Pioniere“. Und so geht das Manöver zu Ende.

Tobias Mac-Lean, 14.3.2010