unterricht06.jpg

20. Dezember: Das Treffen mit dem Weihnachtsmann


von Kristin Adler


Lina, ein vierjähriges Mädchen, saß am 23. Dezember mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Leon am Frühstückstisch. Sie unterhielten sich. "Leon, Oma und Opa kommen morgen. Benimm dich!", sagte die Mutter, denn letztes Weihnachten hätte er beinahe den Weihnachtsbaum in Flammen gesetzt. "Mama, gibt es den Weihnachtsmann? Leon sagt immer, es gibt ihn nicht." "Natürlich gibt es ihn. Wenn du fest dran glaubst." "Tu ich ja", antwortete Lina. "Heute ist Weihnachtsmarkt. Wollen wir hingehen?", fragte der Vater. "Jaa", riefen Leon und Lina. Also ging es nach dem Frühstück zum Weihnachtsmarkt.

Als die Familie dort ankam, war schon voller Betrieb. Es gab viele Stände mit kleinen und großen weihnachtlichen Sachen. Plötzlich sah Lina einen Weihnachtsmann: "Mama, Papa, guckt mal, da ist der Weihnachtsmann!" "Der ist doch nur verkleidet", sagte Leon. "Nein ist er nicht!", widersprach ihm Lina. Als die Eltern nicht auf Lina achteten, ging Lina auf den Weihnachtsmann zu. Ihre Eltern merkten nichts, sie gingen einfach weiter. "Hohoho, was sehe ich denn da?" "Hallo, bist du der Weihnachtsmann?" "Nicht direkt, aber möchtest du ihn gerne kennen lernen?" "Ja, sehr gerne!" "Dann komm mit." Der Weihnachtsmann stapfte davon. Lina ging hinter ihm her. Als sie in eine Gasse kamen, wo kein Mensch war, wurde Lina unruhig: "Wo ist denn der Weihnachtsmann?" "Warts ab", antwortete der Mann.
Er pfiff einmal laut auf seinen Fingern. Glocken ertönten und auf einmal sah Lina einen Schlitten, mit Rentieren vorgespannt, auf die Gasse zufliegen. Dann landete das Gespann vor ihren Nasen. Lina war begeistert. So etwas hatte sie noch nie vorher in Wirklichkeit gesehen. "Komm, steig ein!", rief der Weihnachtsmann. Sie gehorchte ihm. "Hier, zieh den an. Es wird sehr kalt werden." Er streckte ihr einen kleinen Weihnachtsmantel entgegen. Der sah genauso aus wie sein eigener, nur das er kleiner war. Schnell zog sie sich den Mantel über.

Kaum hatte sie sich hingesetzt, flogen die 4 Rentiere auch schon los über die Stadt hinweg. Nach einiger Zeit waren sie in einer anderen Welt. Die Weihnachtswelt. Dort landeten sie. Ãœberall waren kleine Helfer, die Geschenke verpackten. Sie gingen weiter, bis zu einer großen Tür. Der Weihnachtsmann öffnete sie. Ein großer Weihnachtsmann saß auf einem Stuhl. "Das ist der echte Weihnachtsmann, ich bin sein Bruder und helfe ihm." "Hallo Lina. Schön, dass du gekommen bist", sagte der Weihnachtsmann. "Hallo", antwortete sie. "Was wünschst du dir denn, Lina?" "Einen kleinen Hund." "Hab ich mir schon gedacht. Hier ist er!" "Danke. Der ist ja süß. Wie heißt er denn?" "Er hat noch keinen Namen. Denk dir einen aus." "Ich glaube, ich nenne ihn... Merlin!" "Das ist ein schöner Name", sagte der Weihnachtsmann. "Ich glaube, ich muss wieder zu Mama und Papa", meinte Lina. "Kein Problem - mein Bruder fliegt dich wieder nach Hause. Tschüss und besuch mich mal wieder. Vielleicht kannst du Leon mitbringen". "Tschüss Weihnachtsmann!" Dann stieg sie mit dem Bruder des Weihnachtsmanns in den Schlitten. "Los!", rief er und die Rentiere flogen los. Lina hielt ihren Hund ganz fest im Arm. "So, da wären wir", sagte der Weihnachtsmann. Sie stieg aus und sagte: "Danke. Ich komme bald wieder, dann bringe ich auch Leon mit. Tschüss."


Lina ging zurück zum Weihnachtsmarkt und sah ihre Eltern auch schon, die sie suchten. Lina erzählte alles, und die Eltern fanden Merlin auch ganz süß. Leon glaubte nun auch an den Weihnachtsmann. Die beiden besuchten ihn noch sehr, sehr oft und bekamen immer tolle Geschenke.