unterricht06.jpg

Natz 2003


Erlebnisbericht - Skifahrt 2003

Nach den Herbstferien haben wir mit Skigymnastik angefangen. Manchmal wurden wir aufgeteilt in eine Gruppe aus Ruderern und den Mädchen und Jungen der 8. Klassen, die alle an der Ski AG teilgenommen haben. In diesem Jahr waren wir 81 Leute und davon 40 aus den 8. Klassen.
Man konnte sich aussuchen, ob man montags oder freitags bei der Skigymnastik mitmachen wollte. Meistens bestand es aus Konditionstraining und manchmal auch aus Krafttraining.
Am Freitag den 31.01.03 trafen wir uns gegen 4.30 Uhr morgens am Parkplatz vom GBG.
Schon dort lag sehr viel Schnee, jedoch nicht genug zum Skifahren und die Berge fehlten ja auch noch, deswegen mussten wir nach Natz (Südtirol) fahren.
Um 5 Uhr fuhren die 2 Busse los.
Die Leute von der 7.-8. Klasse füllten zusammen einen Bus, die Restlichen der Klassen 9-13 wurden in einen Bus Deluxe gesetzt, mit einer wunderbaren Chill-Out-Lounge im hinteren Bereich.
Wegen schlechten Wetterverhältnissen brauchten wir etwas länger, als die Jahre zuvor.
Die Fahrt dauerte (ganze) 13 ½ Stunden und wir kamen logischerweise um 18.30 Uhr in Natz an.
Erstmal brachten wir unsere Koffer auf unsere Zimmer. Anschließend gab es zum Glück gleich Essen.
Viele waren sehr geschafft und hungrig von der anstrengenden Fahrt, doch als wenn es noch nicht genug gewesen wäre für diesen Tag, das schlimmste kam erst noch: SKI AUSLEIHEN! Wahrscheinlich der schlimmste Teil der Skifahrt. Man solle sich vorstellen: Ungefähr 75 Leute (nicht alle 81 Personen, weil manche ihre eigene Ausstattung haben) auf der Suche nach den passenden Schuhen und guten Skiern.
Letztendlich dachten alle sie hätten dieses Ziel erreicht.
Doch wie es sich am nächsten Tag herausstellte, war das nicht der Fall. Einige Personen hatten entweder solche Schmerzen, weil die Schuhe so drückten oder sie konnten ihre Skier nicht kontrollieren, weil sie viel zu locker waren... nun ja ...
Am Samstagmorgen gab es, wie jeden Tag, um 8 Uhr Frühstück und mal wieder galt die Regel, wer zu spät kommt, muss zahlen. ( Schüler 1 Minute = 10 Cent; Lehrer 1 Minute = 1 Euro)
Dass ein Lehrer zu spät kam, passierte leider nie. Nachdem wir gefrühstückt hatten, machten sich alle fertig, für den 1 Tag Skifahren bei strahlendem Sonnenschein. Anfangs befanden sich alle auf dem Anfängerhügel im Jochtal, damit die Fortgeschrittenen sich einrutschen und die Anfänger anfangen konnten. Nach der Mittagspause um 12.30 Uhr, halfen die, die bereits gut fahren konnten, den Anfängern bei den 1. Abfahrten, damit wir so schnell wie möglich, in ein anspruchsvolleres Skigebiet, auf die Plose, konnten.
Der Sonntag lief ähnlich ab. Den nächsten Morgen stellte es sich erneut raus: Leider gibt es immer wieder Leute, die sich ihre Schuhnummer nicht merken können und falsche Schuhe anziehen. Das sorgte ganz schön für Trubel. Als dann jeder seine eigenen Schuhe gefunden hatte, fuhren wir zum ersten mal in diesem Jahr zur Plose.
Die Anfänger hatten zuerst ganz schön Respekt, als sie die doch etwas steileren Hänge (nicht so wie im Jochtal) sahen.
Doch die Pisten waren alle sehr gut befahrbar, sodass das Fahren sehr viel Spaß machte.
Nur ziemlich zum Schluss hörte der Spaß auf: Als wir an der Hütte ankamen, wo sich alle treffen sollten, erfuhren wir, dass eine Anfängerin von unserer Gruppe eben mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde. Sie war mit recht hoher Geschwindigkeit gegen einen Zaun geprallt. Alle hatten Angst, dass sie schlimm verletzt war, da der Unfall wohl ziemlich heftig ausgesehen haben muss.
An diesem Nachmittag fuhren wir nicht mehr (so wie es eigentlich geplant war) nach Brixen, sondern zum Krankenhaus, um uns nach dem Mädchen zu erkundigen.
Zu diesem Zeitpunkt stand die Diagnose noch nicht genau fest, deswegen sollten wir erst einmal nicht zu Hause anrufen, um zu vermeiden, dass wilde Gerüchte entstehen. Natürlich wurde das auch eingehalten.
Am Abend kam dann die erleichternde Information: Das Mädchen hatte nicht so etwas schlimmes wie anfangs erwartet. Sie hatte sich "nur" einen Haarriss zugezogen.
Am Dienstag wurde ein Junge aus der 8. Klasse ca. 4 Stunden lang vermisst. Zum Glück tauchte auch der wieder auf. Er kam so gegen 16.30 mit der letzten Gondel an. Wir warteten schon alle im Bus auf ihn.
Somit ging es etwas verspätet weiter nach Brixen.
Dort hatten wir dann ca. 1 Stunde Zeit verschiedene Sachen einzukaufen und eine leckere Pizza zu essen. (Falls irgend jemand von euch mal nach Brixen kommen sollte: Geht zu Speedy's Pizza Ecke! Dort gibt es die beste Pizza der Welt!)
Der Mittwoch verlief ganz normal ohne irgendwelche Zwischenfälle und am Donnerstag fuhren nach dem Skifahren erneut nach Brixen. Dort blieben wir wieder ungefähr eine Stunde.
Am Freitag wurden wir in Gruppen aufgeteilt und durften bestimmte Pisten fahren.
Leider hatten wir dieses Jahr keine Snowblades mit, jedoch haben sich einige von uns sich dort noch welche geliehen. Jedenfalls hat es, ob mit oder ohne Snowblades, sehr viel Spaß gemacht in kleinen Gruppen zu fahren.
Leider mussten wir schon um 14.40 Uhr wieder an der Gondel sein, mit der wir dann den Berg runterfuhren. Die Talabfahrt durften wir leider nicht mehr fahren, weil Herr Fechner nicht wollte, dass sich jemand am letzten Tag noch verletzt.
Dann kamen wir mit den Bussen am Krankenhaus vorbei, aber Anika musste noch über Nacht dort bleiben.
Also ging es weiter zum Skiverleih. Alles wieder abgeben...Massenanlauf!
Es dauerte zum Glück nicht so lange wie das ausleihen der Skier.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Abende nach dem Skifahren immer sehr schön und lustig waren. Jeden Abend gab es erst einmal ein leckeres Menü mit mehreren Gängen und danach hatten wir die Gelegenheit Tischtennis zu spielen oder gemeinsam zu krökeln.
Aber der letzte Abend toppte natürlich mal wieder alles. Er letzte Abend wurde von 9. Klässlern gestaltet.
Es wurden, wie jedes Jahr, hauptsächlich Leute verarscht, die das 1. mal dabei waren.
Es ist immer wieder lustig, wenn Jungen und Mädchen Kleider tauschen müssen und die Jungs geschminkt werden.
Am Abend mussten noch so einige Koffer gepackt werden, da es am nächsten morgen schon um 7.30 Uhr Frühstück gab.
Die Zimmer wurden natürlich alle tip top sauber verlassen (mit Abnahme von Herrn Fechner).
Um 8.15 Uhr fuhren wir schon los und holten das Mädchen aus dem Krankenhaus ab.
Damit sie sich hinlegen konnte mussten wir leider, aber verständlicherweise, unsere Chill-Out-Lounge räumen.
Später standen wir dann auch noch für mehrere Stunden im Stau.
Aber wenn man die schöne Landschaft aus dem Fenster betrachten kann, stundenlang sitzt und richtig relaxen kann... dann ist das doch schon klasse.
Nach ca. 11 Stunden, hielten wir bei McDonalds an. (Bei fast jedem Halt waren die Mädchenklos so überfüllt, dass es 10 Meter Warteschlangen gab).
Von dort aus fuhren wir NUR noch 7 Stunden.
Am Sonntagmorgen um 2.30 Uhr kamen wir endlich in Letter an. So schön die Landschaft auch war, die man aus dem Fenster betrachten konnte, hatte man nach vollen 18 Stunden doch langsam genug davon.
Von daher waren wir doch alle sehr froh, endlich aus dem Bus steigen und unsere Familie und Freunde begrüßen zu können!
Die Woche Skifahren in Südtirol hat wie jedes Jahr total viel Laune gemacht und war super lustig! Wenn man frisch zu Hause angekommen ist vermisst man sofort wieder die Berge und die gute Atmosphäre.
Wir freuen uns alle schon wieder auf das nächste Jahr!

Tracy Kurth, Anne Behrens, Hannah Rother, Kristin Burghard