unterricht06.jpg

21. Dezember: Der kranke Weihnachtsmann


Von Monika Ehne

Es ist Nachmittag. Mira, 4 Jahre, Mama (Beate), 30 Jahre, und Papa (Bernhard), 34 Jahre, gehen in der Stadt durch die Geschäfte, denn es ist der 22. Dezember und sie haben immer noch keine Geschenke gekauft. Nach fünf Stunden kommen sie voll bepackt mit Tüten zu Hause an.

Mama packt erstmal die Tüten aus und verpackt die Geschenke, Papa geht ins Wohnzimmer und guckt Fernsehen und Mira läuft nach oben in ihr Zimmer und spielt dort Puppen. Eine Stunde später ruft Mama sie zum Abendbrotessen. Nach dem Abendbrot reden Mama und Papa über die Weihnachtsfeier in 2 Tagen. Da kommen nämlich alle Verwandten und der Weihnachtsmann. Mira freut sich schon riesig auf die Weihnachtsfeier, weil sie dann hoffentlich ganz viele Geschenke kriegt. Doch gibt es überhaupt den Weihnachtsmann? Mira überlegt: "Eigentlich muss es den Weihnachtsmann geben, wenn es ihn nicht geben würde, würde auch keiner Geschenke bekommen und er kommt doch auch in zwei Tagen auf unsere Weihnachtsfeier. Aber wie schafft er es, an einem Tag allen Kindern auf der Welt Geschenke zu bringen?"

Mira unterbricht das Gespräch von ihren Eltern und fragt sie um sich noch mal zu vergewissern: "Gibt es den Weihnachtsmann?" Ihre Eltern antworten: "Aber natürlich, wieso sollte es ihn nicht geben?" "Weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass der Weihnachtsmann allen Kindern auf der Welt Geschenke bringen kann", erzählt ihnen Mira." "Der Weihnachtsmann ist mit seinen Rentieren so schnell, dass er das einfach alles an einem Tag schafft", erklärt Papa. "Dann kommt der echte Weihnachtsmann zu uns und bringt uns Geschenke. Juhu!", ruft Mira durch das ganze Haus!

Eine Nacht später...

Nur noch ein Tag, dann ist endlich Weihnachten und der Weihnachtsmann kommt hierher und bringt uns Geschenke", erzählt Mira freudig am Frühstückstisch. "Heute wollen wir einen Tannenbaum kaufen, kommst du mit?", fragt Papa Mira "Ja, natürlich", antwortet Mira.

Es ist 16:00 Uhr und Mama, Papa und Mira sitzen angeschnallt im Auto und fahren los. Angekommen am Tannenbaumverkauf dauert es auch nicht lange und sie haben auch schon einen Tannenbaum gefunden. "Zwanzig Euro macht das", sagt der Tannenbaumverkäufer und streckt seine Hand aus. Papa gibt ihm das Geld und sie fahren wieder zurück nach Hause.

Zu Hause angekommen stellen sie den Baum in die Ecke und Mama fragt: "Wer will mit mir den Tannenbaum schmücken?" "Wir!", schreien Papa und Mira und machen sich ans Dekorieren.
Jetzt ist es 20:30 Uhr und Mira liegt im Bett. Sie ist schon völlig aufgeregt auf morgen.

Juhu endlich, es ist Weihnachten! Plötzlich klingelt es an der Tür. Mira läuft schnell hin. " Ach ihr seid es, Oma und Opa, ich dachte, es wäre der Weihnachtsmann", sagt Mira. "Nein, mein Kind, der Weihnachtsmann kommt ein bisschen später", antworten Oma und Opa. Nach zwanzig Minuten sind alle Gäste da, nur der Weihnachtsmann fehlt. Nach einer Stunde ist der Weihnachtsmann immer noch nicht da.

Langsam werden alle ziemlich ungeduldig, vor allem Mira. Nach dreißig Minuten geht Mira zu ihrer Mutter und fragt sie: "Wo bleibt denn der Weihnachtsmann?" Mama antwortet: " Mira, ich muss dir leider mitteilen, dass der Weihnachtsmann krank ist und es dieses Jahr keine Geschenke geben wird!" "Was?", schreit Mira durch das ganze Haus. "Das kann doch nicht wahr sein!" "Doch, leider ist es so", sagt Mama. Mira läuft wütend aus dem Wohnzimmer, nach oben in ihr Zimmer, Mama folgt ihr. In ihrem Zimmer angekommen schmeißt sich Mira auf ihr Bett und fängt an zu weinen. Mama setzt sich neben das Bett und sagt: "Mira, nicht weinen. Ich verspreche dir, morgen oder übermorgen kriegst du deine Geschenke und der Weihnachtsmann kommt auch." "Bist du dir sicher?", fragt Mira ihre Mutter. "Ja, das bin ich mir", antwortet Mama. Sie gehen wieder nach unten und feiern weiter Weihnachten, nur leider ohne Geschenke und Weihnachtsmann.

Am nächsten Tag klopft es plötzlich an der Tür. Mira macht sie auf und vor ihr steht auf einmal ein großer Mann mit einem weißen Bart, einer roten Mütze und mit einem Sack in der Hand. Er sagt: "Ho ho ho, fröhliche Weihnachten, liebes Kind, lässt du mich rein?" "Ja, natürlich", antwortete Mira ihm und ließ ihn rein.

Er fragte sie: "Warst du dieses Jahr brav?" "Ja", antwortete Mira ihm. "Dann kannst du mir bestimmt ein Lied vorsingen, oder?" "Ja", sagt Mira und fängt an "Oh Tannenbaum" zu singen: "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter. Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit. Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter!" " Sehr schön", applaudierte der Weihnachtsmann und holte etwas aus seinem Sack heraus . Es sind 4 Geschenke. Er gibt sie Mira und sagt: "Es tut mir Leid, aber ich war gestern krank, deswegen gebe ich dir die Geschenke erst jetzt, ich hoffe, du freust dich trotzdem!" Er steht auf,verabschiedet sich und sagt: "Frohe Weihnachten noch!" Dann geht er nach draußen, setzt sich auf den Schlitten und fährt weg.
Weihnachten ist doch noch gerettet!