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23. Dezember: Ein skurriles Weihnachtsfest


von Cem Yada

Habt ihr euch schon mal gefragt, ob Tiere Weihnachten genauso feiern wie wir Menschen? Ob sie es überhaupt feiern? Mir gefiel der Gedanke, dass sie Weihnachten genauso feiern wie wir. Deswegen möchte ich euch folgende Geschichte erzählen:

Am 23.Dezember beginnt unsere Geschichte und zwar in einem Klassenraum des Ameisenbärgymnasiums in der Ameisebärenkleinstadt "Northpol". Ein Schüler hieß Jethero, der durch den markerschütternden Schrei seines Lehrers aus seinen Träumereien gerissen wurde ."Jethero", schrie Lehrer Bolnakov. "Jethero! Steh auf! Mein Unterricht ist nicht zum Schlafen da! Schau dir die Aufgabe an der Tafel an. Wie lautet die Lösung?"

"Saftige Ameisen in Schokosoße!", antwortete Jethero. Die Klasse brüllte vor Lachen."Du hast sicherlich nach Schulschluss noch Zeit?", fragte Bolnakov zuckersüß. "Nein, Sir! Ich... eigentlich nicht! Ich wollte..."
"Jetzt wirst du Zeit haben müssen. Ich freue mich dir mitteilen zu können, dass du heute Korridor 1-17, Sektion A-D putzen darfst und jetzt raus!" Darauf konnte Jethero nichts mehr entgegnen.

Als Jethero endlich wieder aufhören durfte zu schrubben, war es schon später Nachmittag und es schneite schon seit mehreren Stunden. Der Schnee stand bereits 12 Ameisenbärmeter hoch und ihr müsst wissen, das ist extrem hoch. Deswegen wäre Jethero auch am liebsten in der Schule geblieben, doch dies war unmöglich, da morgen Weihnachten war und er noch gar nichts vorbereitet hatte. Gerade als er auf die Straße trat, traf er seinen Klassenkameraden, Nachbarn und Freund Tony: "Oh, hi Jethero, was machst du denn so spät hier?" "Ach, ich musste die Korridore schrubben, weißt schon für Bolnakov. Und du?"
"Na ja, ich musste 21/2 Stunden lang denselben Satz abschreiben", entgegnete Tony.
"Welchen Satz musstest du abschreiben und warum?"; fragte Jetherow.
"Der Satz lautete: ICH DARF MEINEM LEHRER KEINE REISSZWECKEN AUF DEN STUHL LEGEN!"
"Du hast ihm Reißzwecken auf den Stuhl gelegt?"
"Ja, natürlich, du kennst mich doch!", donnerte Tony.
"Na gut! Ich gehe jetzt nach Hause, kommst du mit?"
"Aber immer doch!" Und so brachen die beiden auf, sie unterhielten sich über Lehrer und über die Schule an sich. Und während sie sich so unterhielten, wurde der Schnee zu einem regelrechten Schneesturm. Aber Jethero hatte ein noch viel beunruhigenderes Gefühl - er fühlte sich beobachtet. Tony schien davon aber nichts zu bemerken.

"Ey, Jethero, wir sollten vielleicht zur Schule zurückkehren!"
"Wie willst du zur Schule zurück, wenn du nicht weißt, wo sie ist ?"
"Gutes Argument", entgegnete Tony ratlos, "dann lass uns....AAAAAHHHHHHHH!!!!!!!"
Jethero wirbelte herum, doch zu spät! Er sah nur noch grelles Licht vor seinen Augen aufblenden und dann wurde alles schwarz...
"Wo bin ich?" "Du bist hier in unserem Haus. Du wurdest angefahren und ich habe dich hierher gebracht. Ich dachte schon, du wärst tot!"
"Ich war näher am Tod, als gut für mich ist", antwortete Jethero. "Ich muss aber dringend nach Hause. Bald ist Weihnachten", sagte er verzweifelt.
"Ich weiß, dass Weihnachten ist, aber in diesem Zustand kannst du nicht nach Hause. Du kannst nicht gehen und außerdem würdest du erfrieren. Warum feiern wir nicht zusammen Weihnachten? Und wenn es dir besser geht, bringe ich dich nach Hause, versprochen! Allerdings habe ich keine Ameisen zum Festessen, sondern nur Schokolade und Kekse."
"Ich kann sie ja mal probieren", antwortete Jethero.
Die Kekse schmeckten fast so gut wie Ameisen und Jethero hatte - obwohl er nicht zu Hause sein konnte - doch noch ein schönes, aber skurriles Weihnachtsfest.