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4. Dezember: Conni und die Ãœberraschungen


von Svenja Struß

Endlich ist es soweit, es ist der 20. Dezember und am Sonntag ist der 4.Advent. „In den nächsten Tagen kannst du dich nicht verabreden !", rief meine Mutter noch aus dem Keller, bevor ich zur Schule ging. Denn morgen ist der erste Ferientag und eigentlich wollte ich mich mit meiner besten Freundin Julia verabreden, aber egal, wir haben ja zum Glück 2½ Wochen Ferien.

Trotzdem fragte ich meine Mutter: „Aber warum denn?" Sie antwortete: „Das ist eine Ãœberraschung!" Dann ging ich zur Schule, die war natürlich, wie immer, todlangweilig. Als ich nach Hause kam, lag mein Bruder Jakob schon in seinem Bettchen und mein Vater war auch schon zu Hause, worüber ich mich sehr gewundert habe. Ich fragte meine Mutter, warum Papa schon da war, aber sie antwortete nicht gleich.

Dann fragte ich sie nochmals und sie gab mir als Antwort: „Das ist die Ãœberraschung!" Jetzt verstand ich gar nichts mehr! Mama nahm mich in den Arm und flüsterte mir zu: „Papa hat in den Ferien frei und wir können diesmal ganz viele Ausflüge machen. Dein Vater hat nämlich erreicht, dass seine Firma ihm auch mal Weihnachtsferien gibt."

Da freute ich mich sehr, denn dies war das erste mal das Papa in den Weihnachtsferien frei bekommen hat. Und dann fügte Mama noch hinzu: „Morgen machen wir schon den ersten Ausflug." Am nächsten Morgen schliefen wir erst mal alle aus und fuhren dann mit dem Zug nach Goslar zum Weihnachtsmarkt.

Dort war es wunderschön, nur eins war total doof und zwar das: Wir waren am Anfang des Weihnachtsmarktes und auf einmal drehten wir uns um und Jakob war nicht mehr da. Wir suchten ihn natürlich! Erst einmal an dem Stand, wo Mama und Papa einen Glühwein trinken wollten, aber nirgends war er. Wir hatten alle furchtbare Angst um ihn, weil er doch noch so klein ist und waren ratlos. Dann fiel Papa ein, dass er die ganze Zeit bei den Tieren gucken wollte.Wir gingen hin und wer saß in dem Futternapf? ...Jakob!

Alle waren total erleichtert und glücklich, dass ihm nichts passiert war. Bevor wir zurück zum Bahnhof gingen, flüsterte ich dem Weihnachtsmann (der auch da war) meinen größten Wunsch ins Ohr. Der war total nett. Um 18.00Uhr fuhren wir alle mit unserem Zug nach Hause und waren total glücklich. So ging ein Aufregender Tag zu Ende.

Am nächsten Morgen weckte Jakob mich schon um 8.30Uhr und dann fuhr er mit seinem Rutscheauto durch die ganze Wohnung, sodass Mama und Papa auch wach wurden. An diesem Sonntag machten wir einen Familien-Tag zu Hause, denn es war der 4.Advent.
Am nächsten Tag kauften wir einen Tannenbaum. Als erstes fuhren wir auf die Plantage und gingen durch die Reihen. Auf einmal setzte sich ein Vogel auf einen breiten, gerade gewachsenen und schönen Baum, daraufhin sagte ich: „Dieser Baum ist es!" Den nahmen wir dann auch.

Wieder zu Hause stellten wir den Tannenbaum auf und schmückten ihn gleich. FERTIG!

Nun liege ich im Bett und bin ganz aufgeregt, ob ich meinen größten Wunsch erfüllt bekomme.„Guten Morgen!", meine Mutter kommt ins Zimmer. Langsam stehe ich auf, mache mich fertig und dann machen wir uns einen gemütlichen Vormittag. Nachmittags gehen wir mit meiner Tante und meinem Onkel in die Kirche und gucken uns das Kinderkrippenspiel an. Danach gehen wir wieder nach Hause und essen Abendbrot und dann dürfen wir endlich die Geschenke auspacken. Alle meine Wünsche sind erfüllt worden, nur einer nicht und zwar der Wichtigste.

Auf einmal klingelt es an der Tür! Ich gehe hin - und wer steht vor der Tür?
Der Weihnachtsmann.„Ich habe ein Geschenk vergessen!", sagt er und gibt mir das Geschenk.

Und drin ist er - ein Fotoapparat! Darüber habe ich mich total gefreut, denn das war mein größter Wunsch.

ENDE GUT ALLES GUT !