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8. Dezember: Der Weihnachtsbaum


Von Judith Dennerlein

"Morgen ist Weihnachten und ich muss noch einen Weihnachtsbaum kaufen, ihn mit Kugeln schmücken, Gebäck backen, Fenster schmücken, Kerzen holen, den Kranz an die Tür hängen , Geschenke einkaufen, den Braten vom Metzger holen, Schnee schippen und das Haus putzen", sagt Julia und fühlt sich dabei ziemlich bedrückt.

Schnell geht sie los. Als sie zurückkommt, ruft sie ihre Cousinen an und bittet sie um Hilfe für die Vorbereitung des Festes. Während zwei von ihnen im Haus arbeiten, fährt Julia mit ihrer Cousine Anna los um den Weihnachtsbaum zu kaufen. Als sie nach einer halben Stunde im Geschäft ankommen, ist niemand da und Weihnachtsbäume gibt es auch nicht. Nur ein Schild hängt an der Tür: "Laden zu verkaufen".

"Kein Problem. Ich kenne noch einen Laden", denkt Julia und fährt weiter. Aber auch in diesem Geschäft hängt ein Zettel an der Tür, auf dem steht: "Öffnet erst wieder im Dezember 2006". "So ein Mist, wir sind zu spät. Was nun?", fragt Anna ängstlich. "Ich kenne nur noch ein Geschäft. Los komm!" Wieder drückt Julia auf das Pedal.
Als sie vor diesem Laden stehen, ist alles dunkel, nur die Straßenlaterne leuchtet. "So was aber auch", flucht Anna. "Wir waren jetzt schon in drei Geschäften und alle waren geschlossen." "Wir fahren jetzt nach Hause. Dann sehen wir weiter", beruhigt sie Julia.

Als sie zu Hause sind, schauen die anderen sie verdutzt an. Vor der Tür erzählen Anna und Julia, was geschehen ist, und alle vier sind einer Meinung: "Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Ohne mich."

Sie gehen in die warme Stube und betrachten die Stelle, wo sonst immer der Weihnachtsbaum stand. Sie sind schon fast eingeschlafen, da klingelt es plötzlich an der Tür: "Entschuldigung, dass ich störe, aber ich habe euer Gespräch vor der Tür mitgehört, hab mir die Axt genommen und einen Tannenbaum aus meinem Garten für euch gefällt. Ich hab ja einen ganzen Wald", lacht der nette Nachbar und hält in der einen Hand einen Tannenbaum und in der anderen eine Axt.

"Wir danken Ihnen vielmals. Das ist echt lieb", sagt Julia und umarmt ihn. Sie holen den Baum in das Haus und schmücken ihn. Weihnachten kann beginnen!