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9. Dezember: Weihnachtsferien


von Cem Gümrük

Meggie und ihre Familie wollten dieses Jahr in den Weihnachtsferien etwas Besonderes machen. Sie wollten die Ferien im Wald in ihrem Wohnwagen verbringen. Meggie freute sich sehr.

Es war die letzte Stunde vor dem Ferien. Die Lehrerin der Klasse 7C wollte in dieser Stunde ein Märchen erzählen. Die Geschichte hatte mit dem Weihnachtsmann zu tun. Als die Lehrerin das Märchen zu Ende erzählt hatte, ergänzte sie: "Es gibt eigentlich keinen Weihnachtsmann!"

Plötzlich klingelte es. Die Kinder gingen jubelnd nach Hause. Als Meggie zu Hause war, sagten ihre Eltern, dass sie fertig waren.

Nach fünf Stunden Fahrt kamen sie an. Da gab es sehr viele Bäume zu sehen. Meggie fragte ihrer Mutter "Leben hier auch Tiere?" Ihre Mutter antwortete "Ja, natürlich. Darum müssen wir hier auch sehr leise sprechen. Sonst stören wir die Tiere, die hier leben."

Meggie schaute sich um. Da fiel ihr ein, dass ihr Vater ihr Fahrrad mitgenommen hatte. Das Mädchen fragte seinen Vater, ob er ihr das Fahrrad geben konnte. "Ja, ich gebe dir gleich dein Fahrrad. Aber bevor du es bekommst, müssen wir essen." Meggie sagte: "Okay."

Während ihre Mutter das Essen vorbereitete, holte das Mädchen mit seinem Vater das Fahrrad aus dem Wohnwagen. Die Mutter sagte, dass das Essen fertig war. Die Elfjährige aß das Essen, das ihre Mutter vorbereitet hatte. Sie war sehr ungeduldig. Sie wollte möglichst bald mit ihrem Fahrrad losfahren.

Ihre Mutter machte sich Sorgen, dass sie sich verlaufen könnte, aber Meggie ließ sich nicht umstimmen. Der Vater sagte: "Du sollst in 30 Minuten wieder hier sein." Meggie entgegnete: "Abgemacht."

Schnell war sie nicht mehr zu sehen. Der Wald war sehr schön. Es gab sehr viele Tiere: Schmetterlinge, Vögel, Ameisen usw. Plötzlich fiel ihr ein, dass es Zeit war, zurückzufahren. Sie wusste aber nicht, woher sie gekommen war und wohin sie fahren sollte. Ihre Angst war sehr groß.

Da entdeckte sie ein paar Wölfe. Ihre Angst wurde noch größer. Sie wusste nicht, was sie machen sollte. Es wurde immer dunkler.

"Mama, Papa. Wo seid ihr?", schrie sie ganz laut. Da erschien ein Mann mit weißem Bart. Er sah wie der Weihnachtsmann aus. Meggie fragte: "Bist du etwa...?" der Mann sagte : "Ja,ich bin der Weihnachtsmann." Meggie freute sich sehr. Sie fragte sofort: "Kannst du mich zu meiner Mutter und zu meinem Vater bringen?" Der Weihnachtsmann sagte lachend: "Oh, das ist kein Problem. Ich bin da, um den Kindern Geschenke zu geben und natürlich auch um ihnen zu helfen." Meggie fragte: "Wo sind deine Rentiere?" Der Weihnachtsmann entgegnete: "Wir sind schon seit fünf Tagen unterwegs gewesen, sie schlafen jetzt."

In diesem Augenblick entdeckte Meggie ihre Eltern. Sie rief ganz laut: "Mami, Pappi. Ich bin wieder da."
Die Mutter fragte: "Wo warst du denn so lange? Wir haben uns schon Sorgen gemacht."

Meggie erzählte die Geschichte, aber ihre Eltern glaubten ihr nicht. Sie fragten: "Bist du sicher, dass der Mann der Weihnachtsmann war?" Sie sagte: "Ja, ja. Fragt ihn doch selbst, er steht immer noch da." Als sie nach hinten guckten, war niemand da. Meggie dachte: "Aber das kann doch nicht wahr sein! Vor einer Minute war er noch da." Meggie glaubt seitdem, dass es den Weihnachtsmann gibt.