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"Cosi fan tutte"


Die Inszenierung von Cosí fan tutte beginnt mit einer Ãœberraschung: Während neonblaue Astronauten die Bühne aufräumen, hört man bereits Mozarts Ouvertüre und man fragt sich, ob man in der falschen Oper sitzt.

In Cosí fan tutte geht es um eine Männerwette, die einen bitteren Nachgeschmack hat, aber auf knallbunte Weise dargestellt wurde.

„Cosí fan tutte" - „So machen’s alle", heißt es in Mozarts Oper. Don Alfonso wettet mit zwei Offizieren, dass ihre Bräute nicht treu sind. Also wird ein „Test" arrangiert: Den Bräuten wird vorgegaukelt, dass ihre Verlobten ins Feld ziehen müssen. Nach einem innigen Abschied kehren die beiden Offiziere verkleidet zurück und machen den beiden Frauen den Hof. Nach anfänglicher Zurückweisung können diese dem heftigen Werben nicht widerstehen. Dorabella wird zuerst schwach. Fiordiligis Widerstand bricht, als sich der Liebhaber ihretwegen umbringen will. Don Alfonso arrangiert sogar eine Hochzeit. Dann lässt er die Nachricht verbreiten, die Männer seien zurück. Voller Reue treten die beiden Frauen ihren ursprünglichen Verlobten wieder unter die Augen. Diese sind bereit, ihren Damen zu verzeihen…

Doch ist die Frage der Treue am Ende noch nicht geklärt. Bevor man aber dort ankommt, musste man sich noch durch eine kunterbunte Gefühlswelt kämpfen. Diese wechselnde Gefühlswelt und die Unsicherheit der Frauen wurden durch die Drehscheibe im Mittelpunkt der Bühne dargestellt.

Insgesamt war Cosí fan tutte eine recht modern und witzig inszenierte Oper bei der junge Leute auf ihre Kosten kamen, aber auch die Traditionsliebenden gingen nicht leer aus, denn Mozarts Musik war unverändert klassisch und schön.

Tanja Brenning und Verena Volker, 10b