unterricht06.jpg

Jahrbuch-AG


Jahrgang: 7-13
Treffen: unregelmäßig (auf Aushänge achten)

Wir, die Jahrbuch AG, stellen uns vor.

Also wir, das sind nun mal wir und wir machen das, was ihr im Folgenden lesen könnt. Zu ergänzen wäre eigentlich nur noch, dass wir ständig auf der Suche nach jungem Nachwuchs sind, denn das Jahrbuch am GBG ist, wie der Name schon sagt, kein Abi-Jahrbuch! Unsere Truppe besteht eigentlich jedes Jahr aus neuen Leuten, vorwiegend aus dem Abi-Jahrgang. Nur verlässt uns der Abi-Jahrgang jedes Jahr und dann weiß niemand im nächsten Jahr, wie das eigentlich so funktioniert mit dem Jahrbuch. Also, alles von 7.-12. Jahrgang ist herzlich willkommen. Wir stellen bei jedem Treffen neue Mitarbeiter ein und nehmen auch Quereinsteiger und Unerfahrene.

Die Entstehung eines Jahrbuchs am GBG (oder: wie man die Ereignisse von einem halben Jahr auf ein paar Zeilen kürzen kann)

Irgendwann, vielleicht im Oktober, hängt der erste Aushang neben dem Vertretungsplan: Wer möchte beim Jahrbuch XXXX mitarbeiten? Erstes treffen am XX in der 1. großen Pause in O49 (Stillarbeitsraum).

Eine Truppe von ungefähr 15-20 Leuten findet sich mit suchendem Blick ein. Wer schmeißt hier wohl den Laden? Keiner weiß es, bis doch eine Stimme ertönt, die etwas Ahnung zu haben scheint. Ja, da ist jemand, der das letzte Mal schon dabei war. Fragen nach dem ungefähren Zeitplan werden beantwortet und eine Namensliste wird eilig niedergekritzelt, denn so eine Pause ist nicht lang. Um Anzeigen soll sich schon mal gekümmert werden. Jemand meldet sich, der sich um die Preisliste für die Werbekunden kümmern wird und dann klingelt es. Für ernsthafte Arbeitsverteilung ist noch viel Zeit.

Beim nächsten Treffen, ein paar Wochen später, ist die Preisliste fertig, Anzeigen gibt es noch keine, aber es ist ja auch noch Zeit. Wer fotografiert die Jahrgänge? 4 oder 5 Leute teilen die Schule unter sich auf.

Dann ist Pause. Lange Pause. Klausuren-Stress ist angesagt, da hat niemand Zeit für ein Jahrbuch, das noch viel Zeit hat.

Die ersten Aushänge tauchen in der Schule auf, die zur Lehrerspruch- und Textabgabe auffordern und vor allem die Passfotos des Abi-Jahrgangs sind gefragte Ware.

Langsam tauchen Ende Februar dann die ersten Fotos, Sprüche, Grüße, Berichte von Studienfahrten und aus den LKs im Jahrbuch-Fach bei Frau Prause (ehemals Richter) auf. Aber halt nur langsam, denn es ist ja noch Zeit, auch wenn der letzte Abgabetermin schon vorbei ist.

Das erste produktive Treffen wird bei irgendeiner aufnahmewilligen Familie angesetzt. Die Truppe, die anfangs 15-20 Leute zählte und zwischendurch auf eine Mannschaft von 5 Mitgliedern geschrumpft war, besteht nun, wo es an die Entscheidungen geht, wieder aus der ungefähren Anfangsformation.
Nun wird Bestandsaufnahme gemacht. Was hat man schon, was fehlt noch? Anzeigen? Wie, wo für man die braucht? Na wo von sollen wir denn den Druck bezahlen? Weiß überhaupt jemand Bescheid, wie das mit dem Druck funktioniert? Fragen über Fragen, aber es ist ja noch viel Zeit, sie zu beantworten.

Alle werden darauf eingeschworen sich doch noch mal um Anzeigen zu kümmern und die fehlenden aber angekündigten Berichte einzufordern. Diejenigen, die beim Jahrbuch des vergangenen Jahres schon dabei waren, erinnern sich, dass sie sich letztes Jahr um diese Zeit vorgenommen hatten, dieses Jahr um diese Zeit mit dem Wichtigsten fertig zu sein. Wo ist bloß die Zeit geblieben, von der man dachte, dass man sie noch hätte...?

Beim nächsten Treffen werden die letzten Sprüche getippt und die ersten schon ausgeschnippelt. Wer keine Schere mit hat sieht alt aus oder hat Glück, und darf Texte lesen und seine Meinung zum Besten geben. Grüße und Sprüche werden sortiert und aufgeklebt. Nebenbei gibt es unendlich lange Diskussionen, ob der ein oder andere Text nicht doch zu fies ist, oder den allgemeinen Ansprüchen einfach nicht genügt.

Irgendwann ist Schluss.

Dann wird es auf einmal kompliziert. Kennt eigentlich jemand jemanden, der Fotos rastern kann? Was ist das eigentlich, wo zu ist das denn gut? Wer kümmert sich um die Adressenliste des Abi-Jahrgangs? Was, es fehlen immer noch Passfotos und Klassenfotos sind immer noch nicht beschriftet? Ja, es gibt Lehrer, die kriegen das auch in 3 Monaten nicht gebacken...

Das Titelbild und die ersten Seiten sind fertig, verlorengegangene Dateien werden wiedergefunden, neue Prittstifte werden gekauft, die Fotos sind gerastert, die letzten Diskussionen werden geführt und schlussendlich noch ein Inhaltsverzeichnis erstellt. Irgend jemand hat die kleinen Seitenzahlen ausgedruckt und ein paar Geduldige machen sich daran, sie aufzukleben. Und... oh nein, das Vorwort von Herrn Wegner fehlt noch! Was tun? Hat jemand einen guten Draht zum Schulleiter? Auch das Problem kann noch gelöst werden, die Druckerei ist inzwischen darüber informiert, dass wir die Druckvorlagen doch ein bisschen später abgeben...

FERTIG!!! Kaum zu glauben, aber doch wahr. Die Odyssee, die so stressfrei begann und am Ende doch recht hektisch wurde ist zu Ende. Jemand, der sich damit auskennt, übernimmt es, zur Druckerei zu fahren und nimmt jemanden aus einem niedrigeren Jahrgang mit, damit es auch nächstes Jahr jemanden gibt, der sich mit allem auskennt.

Ein paar Wochen später können dann etliche Kartons abgeholt werden und auf der Abi-Entlassung verkauft werden. Am nächsten Schultag kann dann auch der Rest der Schule das Jahrbuch kaufen.