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Natz 2004


Skifahrt nach Natz

Natz 2004 (16.1. - 24.1.04)


Nach einem aktiven Ruder-Sommer ging es auch dieses Jahr nach den Herbstferien in die Halle wo wir uns durch Konditionstraining auf die Skifahrt vorbereiteten. Das Konditionstraining galt besonders den

8-Klässlern. Die Ruderer, die schon mehrere Male mitgefahren sind, wussten wie man sich um das Training drücken konnte und übten ihren Ruder-Kraftsport aus. Nach 2 1/2 Monaten war es endlich soweit: Am 16. Januar um 5 Uhr morgens fuhren wir dann mit 2 Bussen die glücklicherweise nicht nach Mädchen und Jungen aufgeteilt wurden wie Herr Fechner uns androhte. Nach gut 10-stündiger Fahrt in der wir zwischendurch unsere traditionelle Pause bei McDonald's einlegten (in der Herr Fechner sich nur mit einem Kaffee begnügte um den Genüssen des Fastfood's zu entgehen) führte uns unser Busfahrer Uwe "sicher" zum Fürstenhof in Natz.
Ausgehungert schlugen wir uns beim exzellenten Abendmahl (4-Gänge-Menü) den Bauch voll. Anschließend ging es für diejenigen die keine eigenen Skier besaßen zum Skiverleih während die anderen bereits ihre Koffer auspacken konnten. Nach einer kleinen Rede von Herrn Fechner ging es auch bald in die Federn. Der nächste Morgen kam viel zu schnell. Bereits um 8 Uhr hatte sich jeder im Gemeinschaftsraum zum Frühstück einzufinden. Wer zu langsam die Treppe runter gekrochen kam durfte je nach Fechners Ermessen spenden oder am Lehrertisch sitzen (pro verspätete Minute 10 Cent).
Im Dauerlauf ging es nun wieder hoch in die Zimmer, ab in die Skiklamotten und dann wieder runter zum Bus.
Anschließend ging es endlich auf die Piste wo erst einmal die Gruppen eingeteilt wurden. Die Lehrer hatten allerhand damit zu tun den Anfängern die ersten Schwünge beizubringen und die Fortgeschrittenen im Zaum zu halten, die lieber auf anspruchsvolleren Pisten gefahren wären. Bis auf kleine Ausnahmen klappte das auch ganz gut und so konnten wir schon am dritten Tag auf die Plose fahren, wo sich die Fortgeschrittenen erstmal austoben konnten. Da dieses Jahr wenig Studenten mitgefahren sind, wurden die Lehrer tatkräftig von einigen Schülern der älteren Jahrgänge unterstützt.
Auf dem Rückweg von der Plose wurden wir in Brixen rausgelassen um uns mit allem Erdenklichen zu versorgen.
Die Abende wurden größtenteils mit Krökeln und Karten spielen verbracht.
Der 4. Skitag musste leider wieder im Jochtal verbracht werden, aufgrund von schlechtem Wetter und starkem Schneefall im gesamten Alpenraum.
Die Mittagspause konnte man sich mit Tiroler Spezialitäten wie z.B.: Kaiserschmarrn oder Germknödeln versüßen.
Bei herrlichem Sonnenschein wurden die restlichen Tage auf der Plose verbracht. Die Anfänger, die große Fortschritte gemacht hatten, hielten sich überwiegend auf den leichteren Hängen auf während die Fortgeschritteneren auch die schwarzen Pisten der Pfannspitze unsicher machen durften. Die Idee einen Abschnitt nur mit Skischuhen zu meistern artete in einen gemeinsamen Amoklauf auf der Piste aus und endete mit einigen blauen Flecken und großem Gelächter.
Wenige Tage später durften sich auch die Anfänger an der 6 Kilometer langen Talabfahrt (die längste Abfahrt Südtirols) versuchen. Am letzten Skitag auf der Plose gab es dann leider zwei schwerere Unfälle: Ein Junge aus der 8. Klasse, der schon gut Skifahren konnte brach sich durch einen unglücklichen Zufall ein Bein. Der zweite noch schwerwiegendere Unfall betraf Frau Fechner (die die Skigruppe des Gymnasiums Neustadt begleitete). Da diese dem Rat ihres Mannes nicht gefolgt war und noch eine letzte Abfahrt gewagt hatte (Die Schüler des GBG's mussten Gondel fahren - einige mehr, andere weniger), bei der sie sich leider das Schultergelenk brach. Am Abend erfuhren wir dann von Herrn Fechner, dass die beiden Verletzten nicht im Krankenhaus bleiben mussten, sondern mit uns die Heimfahrt antreten konnten. Es folgte noch ein Abschlussskitag im Jochtal, an dem in kleinen Grüppchen gefahren und die meiste Zeit rumgealbert wurde.
Der Höhepunkt der Skifreizeit war wie jedes Jahr der von den 10.-Klässlern organisierte Abschlussabend, an dem die Neulinge gründlich durch den Kakao gezogen wurden. Details werden an dieser Stelle ausgespart, da sonst die zukünftigen Opfer bereits bescheid wüssten.
Schließlich traten wir dann am nächsten Morgen schweren Herzens die Heimfahrt an. Diese wurde durch den improvisierten Aufklärungsunterricht von Herrn Warmbold sowie den äußerst unterhaltsamen Filmen "My Girl 2"und "The Babysitters" aufgeheitert. Bei einer Pause auf einem Autobahnparkplatz bot sich uns dann noch das Spektakel eine japanische Reisegruppe dabei zu beobachten, wie sie das erste Mal in Ihrem Leben eine Schneeballschlacht machten. Uwe musste ihnen jedoch erst zeigen, wie man einen Schneeball formte.
Als wir dann nach zwölfstündiger Fahrt total übermüdet in Letter ankamen, endete das Ganze in einer großen Schlacht um die Koffer.
Nun freuen wir uns auf die vor uns liegende Ruder-Zeit auf dem Maschsee und auf die nächsten Skifahrten.


Farid Oucherif, Martin Söftje, Anna Wilde