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Projekttage Sek I


Im Verlauf der Sekundarstufe I nehmen die Schülerinnen und Schüler am GBG in Jg. 8 am Projekt "Drogenprävention" und in Jg. 9 am Projekt "Liebe und Sexualität" teil.

 

Projekt "Drogenprävention" in Jg. 8

Die Beschäftigung mit dem Thema „Drogenprävention“ ist in den schulischen Erlassen vorgeschrieben. An unserem Gymnasium besteht die Tradition, dieses Thema zusätzlich in Form von Projekttagen schwerpunktmäßig in der achten Klassenstufe durchzunehmen. Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses Thema den Schülerinnen und Schülern dieser Altersstufe besonders gut in Projektform und insbesondere mit Hilfe von externen Experten näher gebracht werden kann.
Die Einbeziehung von externen Experten ermöglicht es uns u.a. auch diejenigen Bereiche fachkompetent zu vermitteln, die von uns Lehrern vielleicht nur kognitiv und ohne die konkreten Hintergrunderfahrungen dargestellt werden können.

Als Referentinnen und Referenten bemühen wir uns um Fachleute aus den Bereichen der Drogenprävention und der Polizei. Von ihnen erhalten die Jugendlichen Information über Drogen, deren Konsum, die Genese von Abhängigkeit, Drogenkarrieren und Delinquenz. Medizinische bzw. gesundheitliche Aspekte von Drogenkonsum und Abhängigkeit werden von Medizinern vermittelt. Methoden der Prävention, der Ich-Stärkung sowie gruppendynamische Aspekte sollen den Schülerinnen und Schülern durch Referenten und Referentinnen des Jugendzentrums in Letter und dem Team Jugendarbeit der Region Hannover näher gebracht werden.
Die von uns gewonnenen externen Expertinnen und Experten werden, bis auf wenige Ausnahmen, für ihre Aktivität an Schulen nicht von staatlichen oder kommunalen Institutionen finanziert, sodass auf die beteiligten Schülerinnen und Schüler ein geringer Unkostenbeitrag für die Projekttage erhoben werden muss.
Ein Erfolg der Projekttage ist sicher dann zu konstatieren, wenn durch die Expertinnen und Experten Fragen geklärt und Unsicherheiten ausgeräumt wurden und wenn während der Projekttage und insbesondere danach auch in den Familien über die bearbeiteten Themen das Gespräch eröffnet werden konnte.

 

Projekt "Liebe und Sexualität" in Jg. 9

Die Projekttage zu dem Thema „Liebe und Sexualität“ finden am GBG in den Klassen des neunten Jahrgangs statt.
Bei der Auswertung der Projekttage mit den Referentinnen und Referenten und den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern im Mai 2009 wurde deutlich, dass es sinnvoll ist, die Projekttage zu diesem Thema in diesem Jahrgang durchzuführen. Das Kerncurriculum im Fach Biologie ermöglicht es, die biologischen Aspekte der Sexualität des Menschen und grundlegende Informationen über Infektionskrankheiten und das Immunsystem zu vermitteln. In der Fachgruppe Biologie wurde verabredet, dass dieses möglichst vor den Projekttagen im Mai geschehen sollte.
Die externen Referenten und Referentinnen können in ihrer Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern so den Schwerpunkt auf die darüber hinhaus gehenden Aspekte von „Liebe und Sexualität“ legen, die sich nur sehr schwer oder gar nicht im „normalen“ Unterrichtsgeschehen vermitteln lassen.
Der erste Schwerpunkt liegt weitestgehend im Bereich der Partnerschaft zwischen und innerhalb der Geschlechter. Zu diesem Bereich werden Referenten/innen vom „Teamjugendarbeit“, „Schul-AG-Hannover“ und dem „Jugendzentrum Letter“ eingeladen. Für den medizinischen Schwerpunkt bemühen wir uns um Referentinnen/en aus der „AIDS-Beratungsstelle“, „Pro Familia“ sowie um die Teilnahme von Sexualpädagogen, Gynäkologen und Hebammen.
Die Klassen werden an den Projekttagen in kleinere Gruppen nach Jungen und Mädchen getrennt aufgeteilt, sodass eine intensive Arbeit mit den Referentinnen und Referenten ermöglicht wird.
Dieses bedeutet allerdings, dass die Anzahl an Referentinnen und Referenten recht hoch sein muss, damit die Schülerinnen und Schüler mit möglichst vielen Aspekten der Thematik in Berührung kommen. Die von uns für die Projekttage gewonnenen Experten werden, bis auf wenige Ausnahmen, für ihre Aktivität nicht von staatlichen oder kommunalen Institutionen finanziert, sodass die Schülerinnen und Schüler sich mit einen geringen Geldbetrag an der Finanzierung der Projekttage beteiligen müssen.
Die vergangenen Projekttage haben gezeigt, dass durch die Teilnahme von externen Experten das Thema „Liebe und Sexualität“ sehr viel grundlegender vermittelt werden konnte, dass häufig Fragen geklärt und Unsicherheiten ausgeräumt werden konnten.

Werner Slowik, Oktober 2009