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Schülerpaten-Projekt


Schülerpaten gibt es an vielen Schulen, doch die Schülerpaten am Georg-Büchner-Gymnasium sind etwas Besonderes! Sie übernehmen nicht „einfach so“ Patenschaften für die neuen 5. Klassen, sondern sie nehmen an einer einjährigen Ausbildung teil, die sie für diese Aufgabe qualifiziert. Zum Abschluss bekommen sie ein Zertifikat, das als Zusatzqualifikation zu ihrem Zeugnis ausgehändigt wird.

Die Idee des Paten-Projektes ist im Sinne des Leitbildes der Schule neben dem Bildungsauftrag das „respektvolle und wertschätzende Miteinander“ im Schulalltag zu fördern.

Die Schülerpaten übernehmen Verantwortung für die neuen Schüler, wenn sie sie in der ersten Zeit begleiten, unterstützen, bei Streitigkeiten vermitteln und für die sie in regelmäßigen Abständen eine gemeinsame „aktive Pause“ anbieten.

Das Patenprojekt besteht aus zwei Teilen: der einjährigen Ausbildung und - immer jeweils nach den Sommerferien - der Unterstützung der neuen MitschülerInnen, sich am GBG schnell einzuleben. Außerdem öffnen sie an jedem Tag in der 2. großen Pause das Schülerbüro im Südflügel als Anlaufstelle für SchülerInnen von SchülerInnen.


Im Mittelpunkt der Ausbildung steht, die Schülerpaten zu befähigen, in Konflikten zu vermitteln (Mediation). Dazu übernehmen sie die Rolle der Mediatorin/des Mediators und unterstützen die Streitparteien darin, Dinge zu klären und Vereinbarungen zu treffen, die für alle okay sind (sog. Win-Win-Lösungen). Dazu haben sie eine breite Palette an "Werkzeugen" in ihren „Mediationskoffern“, angefangen vom aktiven Zuhören über das Formulieren von „Ich-Botschaften“ bis hin zum Verstehen auf der Basis des „4-Ohren-Modells“ und dem strukturierten Ablauf, den Regeln und Voraussetzungen einer Mediation.

Aber nicht nur das! Zwei weitere Säulen tragen die Ausbildung:

Präsentationstraining (z.B. vor dem Jahrgangsteam, bei der Einschulungsfeier oder der Gesamtkonferenz):
Dabei geht es insbesondere um das eigene persönliche Auftreten vor Gruppen. Es wird z.B. den Fragen nachgegangen:

Wie stehe ich bei einer Präsentation? Wo lasse ich meine Hände?

Wie gehe ich mit Lampenfieber um?

Wie behalte ich den roten Faden?


Gruppenleitung/Projektplanung:
Für die Projektplanung organisieren alle Patengruppen eine Aktion in den Einführungstagen, die sie durchführen und dokumentieren. Sie überlegen sich geeignete Kennenlernspiele damit sie selbst und die Lehrer sich schnell die Namen der Neuen merken können und die neuen Schülerinnen und Schüler sich untereinander auch besser kennen lernen.

 

Das Schülerpatenprojekt braucht eine gute Vernetzung, damit es Früchte trägt. Dafür sorgen:

  • Herr Müller, der dafür grünes Licht gibt und ein Budget auch für das Schülerbüro zur Verfügung gestellt hat.

 

  • Herr Daentzer als zuständiger Koordinator für die Jahrgänge 5 und 6, der die Vernetzung zu den KlassenlehrerInnen im 5. Jahrgang herstellt.

 

  • Herr Schroer, der sich als Schulmediator um die Organisation des jeweils laufenden Kurses kümmert und als Ansprechpartner für die SchülerInnen zur Verfügung steht.

 

  • Herr Freese, der als Beratungslehrer die Schülerpaten nach ihrer Ausbildung betreut und sich dann um offene Fragen kümmert.

 

  • Frau Liebrecht, die die Schülerpaten ausbildet.


Angelika Liebrecht; Kursleiterin, (Mediatorin, Coach), Stand: April 2011

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