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Schulsanitätsdienst - SSD


„Der Schulsanitätsdienst Gruppe A wird dringend gebeten, schnell in die Sporthalle zu kommen“. Ertönt diese Durchsage aus den Lautsprechern, machen sich die diensthabenden Schulsanis zügig auf den Weg aus ihrem Klassenraum Richtung Südflügel. Sie flitzen am Krankenzimmer vorbei, um ihre rote Tasche zu holen und weiter geht’s zum Einsatzort. Was könnte geschehen sein? Ein Beinbruch? Ein Bodycheck? Am Einsatzort angekommen müssen sie sich erst einmal den Weg durch die Menschentraube bahnen. Dann dreht sich alles um den Patienten – Was ist geschehen? Wo tut’s weh? „Alles wird gut, wir sind ja da.“ Schulsanitäter/innen haben gelernt, Symptome zu erkennen und zu entscheiden, ob es nur ‚halb so schlimm‘ ist oder vielleicht doch der Krankenwagen angefordert werden soll.
Die Schulsanis am GBG sind eine bunte Truppe von 28 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 8 bis 12, die vielfältige Aufgaben übernehmen: sie betreuen Schulmitglieder bei Unwohlsein oder Krankheit, bei Stürzen oder Unfällen leisten sie Erste Hilfe und sie sind in der Lage, Krankheitssymptome von z. B. Asthma oder Diabetes zu erkennen und entsprechend zu handeln. Kurzum: Sie haben eine Ausbildung abgeschlossen, die weit über die normale Erste Hilfe hinausgeht. Schulsanitäter/innen absolvieren zunächst den normalen Erste-Hilfe-Kurs. Im Anschluss daran nehmen sie an einem viertägigen Kurs (32 Stunden) beim Arbeiter-Samariter-Bund teil, der mit einer mündlichen, einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung abschließt. Sie zeigen hier an Patienten mit geschminkten Wunden, dass sie gelernt haben, erste Diagnosen zu stellen, richtig zu reagieren und ruhig zu bleiben, auch wenn es mal aufregend wird.
Die Schulsanitäter/innen treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 13h30 bis 14h00. Hier wird z. B. im Schulgebäude trainiert, wie man Patienten mit der Trage befördert (an Treppen ist dies gar nicht so leicht!), Techniken wie Blutdruckmessen und Wunden Verbinden werden geübt. Last but not least sind die Treffen auch sehr gesellig, man lernt sich untereinander kennen, isst gemeinsam Kekse und traut sich dann auch mal zu sagen, wenn im Einsatz etwas schief lief. Schulsanis halten eben zusammen!




Dorte Ewald (Oktober 2011)