unterricht06.jpg

Schulsanitätsdienst - SSD


„Der Schulsanitätsdienst bitte in die Sporthalle!“ Ertönt diese Durchsage aus den Lautsprechern, machen sich die diensthabenden Schulsanis zügig auf den Weg aus ihrem Unterrichtsraum zur Sporthalle. Sie flitzen am Krankenzimmer vorbei, um den Erste-Hilfe-Rucksack zu holen, und weiter geht’s zum Einsatzort. Was könnte geschehen sein? Ein Beinbruch? Ein verstauchter Knöchel? Am Einsatzort dreht sich nun alles um den Patienten – was ist geschehen? Wo tut’s weh? Schulsanitäter/innen haben gelernt, Symptome zu erkennen und zu entscheiden, ob es nur ‚halb so schlimm‘ ist oder vielleicht doch der Krankenwagen angefordert werden soll.  

Die Schulsanis am GBG sind eine bunte Truppe von ca. 25 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 9 bis 12, die vielfältige Aufgaben übernehmen: sie betreuen Schulmitglieder bei Unwohlsein oder Krankheit, sie leisten Erste Hilfe bei Stürzen oder Unfällen und sie sind in der Lage, Krankheitssymptome von z. B. Asthma oder Diabetes zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dazu haben sie in ihrer Freizeit einen Erste-Hilfe-Kurs beim Arbeiter-Samariter-Bund absolviert, in dem sie gelernt haben, erste Diagnosen zu stellen, richtig zu reagieren und ruhig zu bleiben, auch wenn es mal aufregend wird. Die Arbeit der Schulsanis ist daher auch für die Lehrer/innen oft eine große Entlastung. Organisiert wird das Ganze über einen Dienstplan, den die Schüler/innen zu Beginn des Schuljahres selbst einteilen.  Jeder Sani hat an einem Tag in der Woche Dienst, so dass immer ca. fünf Schüler/innen pro Tag zur Verfügung stehen. Sie dürfen im Einsatzfall den Unterricht verlassen, der Stoff muss später allerdings nachgeholt werden. Aber auch außerhalb der Unterrichtszeit sind die Sanis z.B. bei Schul- und Sportfesten stets aktiv dabei.

Die Schulsanitäter/innen treffen sich zudem einmal im Monat donnerstags von 13h30 bis 15h00. Hier wird z. B. im Schulgebäude trainiert, wie man Patienten mit der Trage befördert (an Treppen ist dies gar nicht so leicht!) oder Techniken wie Blutdruckmessen, stabile Seitenlage und das Verbinden von Wunden werden immer wieder geübt, damit sie für die Einsätze auch parat sind. Zu guter Letzt sind die Treffen aber auch sehr gesellig, Schüler/innen unterschiedlicher Jahrgänge lernen sich untereinander kennen, essen gemeinsam Kekse, reden über die Einsätze des letzten Monats und trauen sich dann auch mal zu sagen, wenn im Einsatz etwas schief lief. Schulsanis halten eben zusammen!

Stefanie Weichert (April, 2018)