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Zur Installation der Schulvereinbarungs-Tafeln


Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen , liebe Eltern,

wir sind mit der offiziellen, feierlichen Einweihung der Schulvereinbarung am Ende eines Weges angelangt.

Wir übergeben diese Tafeln, die durch die Initiative der Schulelternratsvorsitzenden, Frau Hoyer, erstellt worden sind, heute der Schulöffentlichkeit.

Dass wir dies noch an dem letzten Diensttag von Herrn Wegner tun, freut mich besonders.

Der Weg zur Schulvereinbarung und zur Schulordnung war nicht immer leicht, er war schwieriger als wir es uns vor vier Jahren, als wir uns auf den Weg machten, vorgestellt hatten.

Dies liegt natürlich auch an dem sehr hohen Ziel, das wir uns gesteckt hatten.

Wir wollten mit dieser Vereinbarung die Basis für eine Umgangskultur im Sinne Georg-Büchners, unseres Namenspatrons, schaffen, die wie es in der Präambel heißt, von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägt ist.

Die allermeisten Schülerinnen und Schüler , Lehrerinnen und Lehrer haben inzwischen die Vereinbarung unterschrieben. Sie liegt in der Schülerakte. Diejenigen, die nicht unter- schrieben, haben , haben zumindest die Schulvereinbarung und das, was sie erreichen will, thematisiert. Sie haben über den Sinn von Erziehungsfragen gesprochen. Und dies ist genau so viel wert.

Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass die Schulvereinbarung nichts wert ist, solange man sie nur als ein Stück Papier oder als ein Plakat betrachtet, auf dem einige nette Worte stehen.

Der Wert dieser Vereinbarung wird sich im ganz konkreten Schulalltag erweisen. Dies beginnt mit dem Aufsammeln des Papiers und hört mit dem Verzicht auf Gewalt in jedweder Form auf.

Deswegen ist mit der Unterzeichung der Vereinbarung der Vorgang, der unser Schulklima prägen soll, auch nicht abgeschlossen, sondern die Nagelprobe seiner Gültigkeit wird sich erst im ganz konkreten Schulalltag erweisen.

Wir brauchen jeden Tag in der Schule, wenn wir den Bildungsauftrag und die damit verbundenen Erziehungsaufgaben ernst nehmen, Gespräche über Ängste, über Gewalt und über Verantwortung. Nur so lassen sich Konflikte auf Dauer lösen.

Dabei soll uns das, was hier auf den Tafeln steht, eine Orientierung sein.

Zum Schluss gebe ich meiner Hoffnung Ausdruck, dass der Geist, der in der Präambel formuliert ist, alle in der Schule Arbeitenden erfüllt und durch ihr Handeln und Verhalten zum Ausdruck kommt.

Heinz Proske 24.01.2003