Bericht über die Musicalaufführung


Das Märchen von den verlorenen Weihnachtsgeschenken“ von Ulrich Pietsch


Mitwirkende:

Die Klasse 6d, unter Leitung von Annegret Birth,
mit Unterstützung vom Räuberorchester, Leitung Dr. Stephan Schmidt
und dem Chor der Klassen 5, Einstudierung Daniela Elspaß.
Insgesamt wirkten 43 Schülerinnen und Schüler mit.

Besetzung:

Es gab Wildschweine, Hauptengel, Engel, ein armes Kind, Meteoriten, zwei Weihnachtsmänner, einen Opa und seine Enkelin, Besucher und den Chor.

Instrumente:

Klavier, Keyboard, Flöten, Glockenspiele, Maracas, Claves, Becken, Schellenkranz, Bongos, Triangel, Becken, Tom-Tom tief.

Aufgaben:

Alle sollten sich eigene Kostüme überlegen und Dekorationen für die Bühne mit-bringen, zum Beispiel: Geschenke, Schlitten, Watte für Schnee und kleine Spielsachen. Proben fanden meistens im Klassenraum oder in den Musikräumen statt. Chor und Räuberorchester probten zunächst auch für sich.



Bild 1: Chaos kurz vor der Generalprobe



Proben.


Wir übten in den Musik- und Deutschstunden die Lieder und Texte. Wir erfanden Kostüme, machten Kulissen, lernten Texte und Lieder auswendig und, und, und....“ (Alena). „Das Training war sehr stressig, Zuhause konnte jeder üben, der wollte, denn wir übten in der Schule nicht genug. In der ersten Woche durften wir nur die Texte in den Musikräumen üben, in der 2. Woche haben wir die Sachen aufgebaut (übergroße Geschenke, weihnachtliche Sachen etc.). In der 3. Woche hatten wir schon Generalproben auf der Bühne des Forums gemacht.“ (Dominik).


Die Generalprobe kam schnell näher. Wir probten dafür in der Aula. Diesmal mit dem Chor und dem Räuberorchester. Dreimal brauchten wir, um es richtig drauf zu haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht und zwei Tage später war die Aufführung. Beim Aufbau für die Premiere war ich noch nicht so aufgeregt.“ (Alena).






Bild 2: Die Weihnachtsmänner, Alex und Till,
versammeln ihre Engelschar
Im Vordergrund das Räuberorchester


Die erste Hauptprobe auf der Bühne war total unkoordiniert. Es war lustig, zu sehen, wie die Engel alle Geschenke verloren. Das Singen war natürlich auch gut ... Der Ablauf wurde während der Probe geklärt. Wir wurden ermutigt und halfen uns gegenseitig, denn einige dachten, dass sie sich eh' nur blamieren würden.“ (Davina).

Kurz vor der Generalprobe stellte Frau Wick-Proske mit den „Wildschweinen“ noch beinahe lebensechte, tolle Masken her, das brachte dem Stück noch einen Kick. „Die Generalprobe lief echt super.“ (Yul).



Worum ging es in dem Musical überhaupt?

Es ist die Erzählung der turbulenten Reise eines Engels, der einem Mädchen Weihnachtsgeschenke bringen sollte. Doch er verlor all diese Gaben, den ersten Teil durch einen Meteoritenschwarm; dann verschenkte er aus Mitleid einige Gaben an ein armes Kind und der Rest wurde von einer Wildschweinherde zertrampelt. Aber das schönste Geschenk für das Mädchen war dennoch angekommen: Der Engel würde fortan bei ihr bleiben.“ (Nathalia).


Bild 3:
Jasmin singt das Lied vom“Armen Kind“ sehr anrührend.
Sie singt gerne Solo.
Marcel, der Erzähler, spricht seinen gesamten Text auswendig.
Der Großvater,Tim; sitzt in der Hütte


Wie kam es zu der Aufführung?

Frau Birth hatte die tolle Idee ein Theaterstück vor Weihnachten mit uns zu spielen.“ (Alena). Die Klasse war sofort Feuer und Flamme für das Projekt, denn alle hatten schon einmal mit viel Spaß ein Theater-Musical-Projekt beim Kennenlernfest der 5. Klassen aufgeführt. Man konnte Wunschzettel für eine Rolle ausfüllen.

Tim wundert sich immer noch, wie er zu der Rolle des Großvaters gekommen ist:: „Ich habe mich eigentlich nur aus Spaß für die Rolle gemeldet, aber dann hatte ich sie und habe den alten Mann gespielt.“

Fast alle bekamen ihre Wunschrolle; nach ein, zwei Schulstunden stand die Besetzung weitgehend fest. Bei Mehrfachwahl einer Rolle wurden Aufgaben dazuerfunden, so wie bei den Engeln neben Angela (Kristin) zwei zusätzliche Hauptengel Gabriel (Gabi) und Raphael (Gino):

Am Anfang war ich Weihnachtsmann, aber das hat mir nicht so gut gefallen. Darum habe ich mich als Engel beworben und habe diese Rolle bekommen! Am nächsten Tag haben wir es noch mit Text geübt und ein bisschen umgeschrieben. Es ging eigentlich relativ schnell, bis ich meine Rolle konnte. Die Rolle fand ich einfach witzig und es hat mir großen Spaß gemacht. Da war es mir egal, dass ich der einzige männliche Engel war. Es gab allerdings auch noch einen Engelchor, dabei waren wir auch beteiligt. Zu dem Lied haben wir getanzt, das fand ich zwar peinlich, aber es hat Spaß gemacht. Ich glaube, wir haben es gut aufgeführt und da bin ich bestimmt nicht der Einzige.“ (Gino).

Zu den Wildschweinen und Meteoriten wurden noch Rollen erfunden wie ein Hund (Janis) und Nachbarinnen (Katrin und Kira) und ein weiterer Weihnachtsmann - eigentlich gibt es ja nur einen - aber Alex und Till wollten beide die Rolle spielen und so haben wir ein Weihnachtsmann-Duo gehabt.


Bild 4: Christa (Davina) erfährt von dem Engel (Kristin), dass alle Geschenke verloren sind.
Im Hintergrund steht der Weihnachtsmann (Alex).
Auch die Nachbarinnen (Kira und Katrin) sehen zu.


Till: „Ich war von der Rolle sehr begeistert, und war froh, dass ich sie bekommen habe.“

Alex: „Ich habe gedacht, ich passe mit meiner lauten Stimme zu der Rolle des Weihnachtsmannes.“

Beide: „Wir haben gut gespielt und alles auswendig gekonnt, das hat Spaß gemacht!“

Und dann war es so weit: Letzter Schultag vor Weihnachten.


Was alles so passierte während der Aufführung:

Als ich mich gerade als ein armes Bauernkind umziehen wollte, hatte ich totale Panik. Ich wusste meinen einen Text nicht mehr, ich hatte Lampenfieber. Aber ein schneller Blick auf das Textblatt ließ mein Hirn wieder arbeiten. Dann hatte ich eigentlich keine Angst mehr. Es lief alles gut, außer, dass ich mich einmal „verstottert“ habe, aber auch bei dem Wildschweinlied hatte ich einen Hänger. Alles in allem war es eine tolle und lustige Aufführung, die ich gerne wiederholen würde.“ (Davina).


Meine Rolle war die eines Meteoriten. Schwarze Klamotten und auf dem Oberteil Sterne und Meteoriten aus geknülltem, braun gefärbten Zeitungspapier nach Florians Idee.“ (Alena).


Als wir auf die Bühne mussten, war ich ganz schön aufgeregt. Dann ging es nicht mehr zurück. Ich sollte anfangen. Ich machte den ersten Schlag, dann den nächsten. Auf einmal war ich gar nicht mehr aufgeregt. Alles lief nach Plan“, sagt Florian, der Bongospieler. Nathalia erzählt.: „Als wir auftraten, hat sich der Teil unseres Schwarms, der die Maracas zu spielen hatte, den Einsatz verpasst und wir mussten zu ihnen durchgeben, dass sie spielen sollten. So kamen ein paar Kinder aus dem Takt. Trotzdem waren wir am Schluss wieder gemeinsam im Takt. Dann war der Musikteil vorbei. Jetzt haben wir die Meteoriten genommen und viele Geschenke vom Schlitten gefegt. Irgendwie wurde mir bald warm in diesem Kostüm, obwohl ich nur eine schwarze Hose und einen Pullover mit Sternen und Meteoriten anhatte, die wir selbst gebastelt und aufgeklebt haben. Fast hätte ich sogar mit einem Meteoritenball - unsere aus Zeitungen gebastelten Bälle, die wir mit Farbe angemalt hatten - Frau Birth getroffen *gggggggg*. Sonst haben wir die Aufführung, denk ich mal, gut bestanden und sie hat Spaß gemacht.“ (Nathalia).


Bild 5: Meteroriten (mit Stern auf T-Shirt)
und die anderen beim Schlusslied
(der Bildausschnitt zeigt nicht alle 43 Teilnehmer)


Ich bin zu der Wildschwein-Rolle gekommen, weil ich dachte, dass sie gut zu mir passte. Für meine Rolle als Wildschwein hatte ich als Kostüm eine schwarze Hose, einen grauen Pullover, schwarze Schuhe und eine gebastelte Wildschweinmaske auf. Ich fand die Wildschweine sind die bösen Buben im Musical. Na ja, jede Geschichte, jede Sage und jedes Märchen braucht einen kleinen Bösewicht. Besonders das Lied von den Wildschweinen war richtig passend zu diesen Rollen.“ (Yul).

Im Chor der Wildschweine ging es darum, dass Angela viele Geschenke zu Christa bringen wollte und von einer Wildschwein-Meute gestoppt wurde und dann die Reste der Geschenke verlor. Die Wildschweine hatten eine braune Hose an und ein braunes Hemd, das Kostüm wurde besonders pfiffig durch eine Schweinemaske, die wir zuvor in Kunst gebastelt hatten. - Und nun komme ich zu meinem Einsatz. Ich  hatte das Stichwort „Poltern“. Ich musste anfangen auf meinem tiefen Tom-Tom zu trommeln, das sollte das Trampeln der Wildschweine darstellen und dazu mussten dann noch Yul, Janis und Christian die Geschenke vom Schlitten fegen. Ich denke ich habe meinen Einsatz gut gemacht.“ (Nicole).

Pia fand, das Gewissen zu spielen, sei eine schöne Rolle: „Manchmal wurde ich wegen meines Kostüms ausgelacht. Mein Kostüm war ein hellblaues Bettlaken, das zu einer Art Kleid zusammengenäht war, außerdem waren noch „?“ und „!“ aufgemalt. Mein Kostüm sah leicht nebelig aus, weil das Gewissen ja nicht wirklich da ist.“




Bild 6: Schließlich flogen noch Bonbons durch die Luft und Florian hechtete hinterher und erwischte sogar einen!



Viele hatten zwei oder drei verschiedene Aufgaben oder Rollen zu bewältigen. Am Ende kam noch das Schlusslied: „Wunderschöne Weihnachtszeit“ und wir hatten es geschafft!

Bis auf Kleinigkeiten war alles geglückt!

Das war ein spannendes Erlebnis, ich fand das Musical toll, wir haben alle zusammengehalten, deshalb war es insgesamt super und wurde ein großer Erfolg.“ (Yul).

Es ist gut für die Klassengemeinschaft, wir haben gelernt, zusammenzuhalten. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass wir noch mehr solcher Aktionen in den Unterricht einbauen werden. (Dominik).



Ich hoffe wir machen so etwas mal wieder.“ ( Yul).


Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler wurden so ausgewählt, dass viele Aspekte deutlich werden. Leider konnten aus Gründen der Textlänge nicht alle Beiträge aufgenommen werden, obwohl sie es alle verdient hätten. Einige Beiträge sind im Sinne einer Verständlichkeit des gesamten Textes und seines Zusammenhangs leicht verändert worden.

Annegret Birth, 2005